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Ökolabel in Europa:
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Neues Logo für alle Europäischen Bioprodukte

Viele Verbraucher möchten gerne einen besser en Durchblick durch den Dschungel der Logos, Label und Kennzeichnungen für ökologisch erzeugte Lebensmittel haben. Das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland - Kiel (EVZ) hat deshalb eine Übersicht sowohl über ökologisch produzierende Organisationen und ökologisch orientierte Verbände als auch über Interessengemeinschaften und bildende Institutionen der EU-Mitgliedsstaaten, die zu dem Mitglieder der IFOAM (Internationale Vereinigung Biologischer Landbaubewegungen) sind, erstellt.


Eine Vollständigkeit der Liste kann nicht garantiert werden.

Ökologisch orientierte Institutionen und Verbände, die in dieser Übersicht gerne mit ihrem Logo oder Label erscheinen möchten, wenden Sich bitte an uns.

 

Ökolebensmittel aus Europa

Biologisch angebaute Tomaten aus Spanien, Öko- Spaghetti aus Italien, Bio-Käse aus Schweden - Ökolebensmittel aus dem In- und Ausland gibt es mittlerweile in ganz Europa zu kaufen und finden bei den Verbrauchern immer mehr Anklang.

Viele Verbraucher zweifeln jedoch an der Echtheit biologisch erzeugter Lebensmittel. Einem Kotelett kann man schließlich nicht ansehen, ob das Schwein mit Wachstumsfördern gepäppelt wurde und ein Apfel verrät uns nicht, welchem Spritzmittel er seine makellose Schale zu verdanken hat.

Die Europäische Kommission begrüßt es, dass ein größerer Anteil von Bauern ihre Felder nach ökologischen Richtlinien bearbeitet und ihre Tiere entsprechend hält. Sie hat deshalb auch die Etikettierung, Erzeugung und Kontrolle der Produkte aus ökologischem Anbau gesetzlich geregelt.

... das ist ökologischer Landbau

  • weitgehender Verzicht auf chemisch-synthetisch hergestellte Schädlingsbekämpfungsmittel und Unkrautvernichtungsmittel
  • Verwendung von organischem Dünger(Mist, Kompost) - Schaffung geschlossener Nährstoffkreisläufe
  • keine Monokulturen, geeignete Sorten- und Fruchtwahl
  • Förderung und Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit
  • Erhaltung der genetischen Vielfalt der Nutzpflanzen
  • keine Verwendung von gentechnisch veränderten Organismen oder mit ihrer Hilfe hergestellter Erzeugnisse - flächengebundene Tierhaltung, Art und Anzahl der Tiere richtet sich nach der Größe des Bauernhofes
  • artgerechte Tierhaltung - Fütterung mit ökologischem erzeugtem, möglichst hofeigenem Futter (bis auf wenige Ausnahmen) - Verbot der Fütterung von Tiermehl
  • ein Einsatz von Antibiotika, Wachstums und Leistungsförderern in der Tierhaltung ist verboten

 

... das sagt das Gesetz zum ökologischen Landbau

Seit 01.01.1993 gibt es die Europäischen-Öko-Verordnung (EWG Nr. 2092/91), die seit dem 24.8.2000 auch tierische Produkte mit einbezieht. Damit gibt es eine europaweite Regelung zu Kennzeichnungs-, Erzeugungs- und Kontrollvorschriften für Lebensmittel aus dem ökologischen Anbau.

Alle Erzeugnisse die "öko-" oder "bio-" auf ihrem Etikett tragen, müssen entsprechend dieser Verordnung produziert sein. Diese legt Mindeststandards für Anbau und Verarbeitung fest.

Daneben haben viele Anbauverbände zusätzlich eigene Richtlinien, deren Vorschriften teilweise strenger sind als die der EU-Öko-Verordnung. Die deutschen Anbauverbände haben sich in der AGÖL-Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau- zusammengeschlossen.

Der weltweite Dachverband biologischer Landbaubewegungen mit mehr als 150 Organistionen in 150 Ländern ist IFOAM -International Federation of Organic Agriculture Movements (Internationale Vereinigung biologischer Landbaubewegungen).

 

...das darf sich bio oder öko nennen

Landwirte, Verarbeiter, Händler und Importeure werden von eigens dafür vorgesehenen Kontrollstellen in regelmäßigen Abständen geprüft, ob sie den Anforderungen der EU-Öko-Verordnung genügen.

Auf jeder Verpackung muss die EU- Kontrollstelle genannt werden und zusätzlich deren Code. So steht auf einem deutschen Öko-Produkt z.B. folgender Aufdruck:
DE -000-Öko-Kontrollstelle.
Der zusätzliche Vermerk "Ökologische Agrarwirtschaft- EWG-Kontrollsystem" ist freiwillig. Diese Codenummern gibt es in allen EU Staaten mit den entsprechenden Länderkürzeln, z. B. DK für Dänemark, FR für Frankreich, ES für Spanien, BE für Belgien usw.

So gekennzeichnete Produkte dürfen auch das Europäische Öko-Label tragen. Ökologische Erzeugnisse, die außerhalb der Eu produziert werden, müssen den gleichen Anforderungen genügen und können dann ebenfalls den Aufdruck einer Öko-Kontrollstelle erhalten.

Lose Ware muss keine Kontrollstellennummer tragen, da man diese direkt beim Händler oder Verkäufer erfragen kann.

 

...darum haben Öko-Lebensmittel ihren Preis

Viele Verbraucher schreckt der höhere Preis für Öko-Produkte.

Sie sind fast sind immer teurer als Vergleichsprodukte. Die Preise für Bio-Produkte sind gerechtfertigt, wenn man bedenkt, dass

  • ein erhöhter Arbeitseinsatz notwendig ist
  • die Vermarktung aufwendiger ist und höhere Kosten verursacht
  • die Erträge geringer sind

Aber auch hier gilt: ein Preisvergleich lohnt sich immer

Wer sich für Ökolebensmittel entscheidet, schont in erster Linie die Umwelt, erhält aber zusätzlich Lebensmittel von hervorragender Qualität.

 

...das ist alles öko

Alle Erzeugnisse die gemäß der Öko-Verordnung entsprechend hergestellt worden sind, dürfen in Deutschland folgende Bezeichnungen und damit gebildete Wortkombinationen enthalten:

  • bio-
  • biologisch
  • öko-
  • Ökologisch
     

In den EU-Mitgliedsstaaten stehen folgende Begriffe und davon abgeleitete Bezeichnungen für ökologische Erzeugnisse:

    • биологичен (bulgarisch)
    • ekologické, biologické (tschechisch)
    • økologisk (dänisch)
    • ökologisch, biologisch (deutsch)
    • organic (englisch)
    • mahe, ökoloogiline (estnisch)
    • luonnonmukainen (finnisch)
    • biologique (französisch)
    • orgánach (gällisch)
    • βιοδογικό (griechisch)
    • biologico (italienisch)
    • bioloģisks, ekoloģisks (lettisch)
    • ekologiškas (litauisch)
    • biologesch (luxemburgisch)
    • organiku (maltesisch)
    • biologisch (niederländisch)
    • ekologiczne (polnisch)
    • biológico (portugiesich)
    • ecologic (rumänisch)
    • ekologisk (schwedisch)
    • ekologické, biologické (slowakisch)
    • ekološki (slowenisch)
    • ecológico, biológico (spanisch)
    • ökológiai (ungarisch)
    •    orgánach (gällisch)
    • BG: биологичен
    • CZ: ekologické, biologické
    • D: ökologisch, biologisch
    • DK: økologisk
    • E: ecológico, biológico
    • EST: mahe, ökoloogiline
    • F: biologique
    • FIN: luonnonmukainen
    • GB: organic
    • GR: βιοδογικό
    • H: ökológiai
    • I: biologico
    • L: biologesch
    • LT: ekologiškas
    • LV: bioloģisks, ekoloģisks
    • M: organiku
    • NL: biologisch
    • P: biológico
    • PL: ekologiczne
    • RO: ecologic
    • S: ekologisk
    • SK: ekologické, biologické
    • SLO: ekološki

 

...das ist keine Garantie für ökologischen Landbau

Vorsicht vor solchen Floskeln: Naturnah, kontrolliert, umweltverträglich, nach der Ernte nicht behandelt, das hat nichts mit ökologischem Anbau zu tun. Auch eine Bauernhofidylle auf dem Etikett kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich um ein konventionelles Produkt handelt.

Bei einigen Produkten ist den Begriff "bio" nur Teil eines eingetragenen Warenzeichens, ohne dass es sich tatsächlich um Öko-Lebensmittel handelt. Bis 01.07.2006 dürfen sie noch unter dieser Bezeichnung angeboten werden.
 


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